FilmFinanzierungsFonds HessenInvestFilm
IBH – Professionelles Know-how aus einer Hand
Der FilmFinanzierungsfonds HessenInvestFilm ist bei der Investitionsbank Hessen (IBH) angesiedelt, die sich als fester Partner der Filmbranche bewährt hat. Die IBH als Förderinstitut des Landes Hessen berät und wirbt mit zahlreichen Aktivitäten, um die Leistungsfähigkeit der hessischen Filmbranche im In- und Ausland herauszustellen und mehr Aufträge nach Hessen zu holen.
Bei der IBH sind alle Bereiche einer Filmförderung/-finanzierung gebündelt – von Projektakquisition, Beratung, Projektbeurteilung und Entscheidungsvorbereitung, Geschäftsführung und Organisation der Kommissionssitzungen, über Umsetzung der Kommissionsbeschlüsse, Vertragsverhandlungen und Vertragsabschluss mit den Produzenten, bis hin zur Projektbegleitung und Rückflusscontrolling.
Dieses Fachwissen aus einer Hand wird von der Filmbranche sehr geschätzt.
Die Geschäftsführung von Hessen-Invest Film konnte in den letzten vier Jahren wertvolles
Fachwissen erwerben sowie ein branchenspezifisches Netzwerk aufbauen. Sie setzt weiterhin auf qualitativ gute und ökonomisch attraktive Projekte, deren Akquisition im Vordergrund steht.
Zur Historie: HessenInvestFilm
HessenInvestFilm wurde erstmals im Jahr 2002 mit einem Gesamtvolumen von € 7,6 Mio. aufgelegt. Als einziges Instrument der wirtschaftlichen Filmförderung in Hessen hat sich der Fonds erfolgreich über die letzten vier Jahre etabliert, wie die große Nachfrage sowie der hohe Bekanntheitsgrad im In- und Ausland zeigen. Es wurden mehr qualifizierte Aufträge nach Hessen geholt und damit die Standortbedingungen für Filmproduktionen wesentlich verbessert.
Rückblickend bewertet die Investitionsbank Hessen die bislang 45 kofinanzierten Filmprojekte aus zwei verschiedenen, jedoch gleichgewichtigen Perspektiven. Zum Einen aus der Sicht des Wirtschaftsförderers mit dem Ziel, Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen oder Imagebildung für den Filmstandort. Zum Anderen aus der Sicht des Kredit- und Beteiligungsgebers mit dem Ziel, die Rückführung des Darlehens zu sichern und das Ausfallrisiko abzuschätzen.
Die meisten von HessenInvestFilm mitfinanzierten Filme wurden zwar im Ausland produziert, viele Dienstleistungen aber im Bereich der Postproduktion, insbesondere VEX Visual Effects, Tonbearbeitung, Musik etc., sorgten in Hessen für einen positiven Beschäftigungseffekt. In Hessen wird auch zunehmend gedreht – als Beispiel seien hier die Spielfilme Ich bin die Andere, Die Wolke oder Madonnen genannt. Durch zahlreiche Festivalpreise wie etwa den Prix du Jury von Cannes für Tropical Malady machte Hessen-Invest Film wiederholt international auf sich aufmerksam.
Der neue FilmFinanzierungsFonds HessenInvestFilm
Mit dem FilmFinanzierungsFonds HessenInvestFilm bietet die IBH ein banktypisches Produkt im Direktgeschäft mit der Filmbranche an, das deren Bedürfnisse und Besonderheiten weiter aufgreift.
Im Auftrag des Landes Hessen vergibt die Investitionsbank Hessen (IBH) bedingt rückzahlbare Darlehen mit geringer Verzinsung für kommerzielle Filmprodukte und Unternehmen.
Der Fonds weist insgesamt ein Volumen von € 20 Mio. auf, die in den Jahren 2006 bis 2009 mit € 5 Mio. pro Jahr zur Verfügung stehen. Finanziert wird die Produktion von deutschen und internationalen Kinofilmen, Fernseh-, Dokumentar- und Animationsfilme sowie Formatentwicklung, die einen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen.
Die IBH refinanziert das Fondsvolumen von € 20 Mio. über die KfW, das mit einer 100%-igen Landesgarantie abgesichert ist. Für die Darlehen sind laufende Zinszahlungen i.H.v. 2% unabhängig vom Erfolg des Projektes zu entrichten. Zusammen mit dem 3%-igen Disagio fließen die Zinsen in einen Haftungsfonds, um eine mögliche Inanspruchnahme des Landes aus der übernommenen Garantie zu mindern.
Die Tilgung erfolgt ausschließlich aus den Erlösen des jeweiligen Projektes. Neben einer vollständigen Rückführung des Darlehens wird eine Beteiligung an den Erlösen vereinbart. Die Gewinnbeteiligung orientiert sich an der Höhe der Finanzierungsquote der IBH.
Die Finanzierungsentscheidungen werden auf Empfehlung der Bewertungskommission getroffen und erfolgen unter besonderer Berücksichtigung von Risikoeinschätzungen und Renditechancen des Projektes. Die IBH führt projekts- und unternehmensbezogene Bonitäts- und Risikoanalysen durch.
Das Finanzierungsvolumen beträgt max. 50% der Projektkosten, max. 1 Mio. Euro.